Backup schnell und kostengünstig – Teil I
Aktualisiert am 24. Oktober 2011
Im Laufe der Monate und Jahre sammeln sich auf einem PC eine Menge Daten an: Dokumente aus der Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, E-Mails, mit der Digitalkamera geschossene Fotos, die Buchhaltung, etc..
Wenn Sie der Gedanke daran, dass plötzlich alles gelöscht wird, erschaudern lässt, dann haben Sie sich vielleicht noch nicht mit dem Thema Datensicherung bzw. Backup beschäftigt.
Wir wollen Ihnen hier einen kleinen Überblick zu dem Thema geben. In einem späteren Artikel werden wir Ihnen zeigen, wie Sie ohne großen Aufwand unter Windows ein kostengünstiges Backup für Ihre Arbeitsdaten einrichten. Doch zunächst gilt, einige Fragen zu klären.
Was soll gesichert werden?
Eine wichtige Unterscheidung lässt sich zwischen der Art der betroffenen Daten vornehmen:
Da wäre zum einen das Betriebssystem (wie etwa Windows) mitsamt den installierten Programmen: Zum Thema „Backup des Betriebssystems“ gibt es zahlreiche unterschiedliche Anforderungen und Herangehensweisen, so dass es den Umfang dieses Artikels bei weitem sprengen würde. Wie Sie eine Systemsicherung von Windows 7 anlagen können (und nicht nur das), erfahren sie z.B. bei Netzwelt.
Prinzipiell kann man sagen: Die Wiederherstellung des Betriebssystems mitsamt der installierten Programme ist meist auch ohne Backup in einem überschaubaren Zeitrahmen zu bewältigen. Muss dafür aber ein Fachmann herangezogen werden, kann dies auch schnell ins Geld gehen. Ein Backup ist also auch hier eine sehr gute Sache.
Zum anderen gibt es Ihre persönlichen Daten: Dies beinhaltet im Prinzip alles, was Sie selbst eingegeben oder „hergestellt“ haben. Ein paar Beispiele haben wir Ihnen am Anfang dieses Artikels ja schon gegeben. Auch sollten Sie nicht vergessen, Ihre Passwörter, z.B. für E-Mail, an einer sicheren Stelle aufzubewahren. Nicht dass nach einer erfolgreichen Wiederherstellung Ihrer Datensicherung die Suche nach den Passwörter losgeht. Welche Möglichkeiten es zur Verwaltung Ihrer Passwörter gibt, wollen wir Ihnen in einem späteren Artikel verraten.
Nun aber zurück zu Ihren persönlichen Daten: Die vielleicht wichtigste Frage lautet hier, wo genau, d.h. in welchen Verzeichnissen, sich diese auf der Festplatte befinden – und wie Sie den Ablageort bei Bedarf ändern können. Die Antwort darauf ist meistens recht einfach, erfordert in manchen Fällen aber auch eine Menge Erfahrung und Fachwissen.
Hier kann man leider nur schwer allgemeingültige Tipps zu geben. Im Zweifelsfall hilft die Suche im Netz oftmals weiter. Als Stichwörter nehmen Sie z.B. den Namen des verwendeten Programmes, kombiniert mit “Backup” oder “Datensicherung”.
Wenn Klarheit darüber herrscht, sollten sie versuchen Ihre Daten in einem einzigen, separaten Ordner ablegen. Dieser kann gerne Unterordner enthalten. Wichtig ist nur: In diesem Ordner und seinen Unterordnern befinden sich Ihre gesamten persönliche Daten.
Wohin, bzw. auf welches Medium, soll gesichert werden?
Eine zusätzliche Festplatte im PC, z.B. in einem so genannten „RAID-Verbund“ ist keine so gute Lösung: schlägt der Blitz ein oder treibt ein Virus sein Unwesen, sind schnell auch die Daten auf dieser Platte dahin.
Ein externer Datenträger, der getrennt vom PC aufbewahrt wird, ist hier ein deutlich besserer Ansatz. Früher kamen da oft sehr teure und umständlich zu handhabende Bandlaufwerke zum Einsatz. Aber auch langsame und empfindliche Disketten mussten schon mal für die Datensicherung herhalten.
Früher wie heute kommt es auf den Umfang der zu sichernden Daten an: Nicht selten bekommen Sie alles nötige auf einem kleinen und handlichen USB-Stick unter. Bei einer umfangreichen Fotosammlung oder gar selbstgedrehten Videos ist schnell eine externe Festplatte vonnöten.
Wie oft soll gesichert werden?
Wenn Sie den Großteil Ihrer Arbeitszeit am (eigenen) PC verbringen, dann ist es sicherlich eine gute Idee, täglich ein Backup zu machen. Schreiben Sie nur gelegentlich eine Email und kümmern sich am Wochenende um die Buchhaltung, reicht vielleicht eine wöchentliche Datensicherung. Die Häufigkeit hängt also sehr vom persönlichen Gebrauch des PCs ab.
Wie viele alte Sicherungen sollen aufbewahrt werden?
Folgendes Szenario: Sie fangen sich einen Virus und merken zunächst nichts davon. Dieser macht wahllos verschiedene Dateien wie z.B. Ihre Fotosammlung unbrauchbar. Erst Wochen später merken Sie davon. Kein Problem, wenn Sie einen Monat zuvor eine Datensicherung beiseite gelegt haben.
Zum Thema „Aufbewahren von Datensicherungen“ gibt es eine ganze Menge verschiedener Ansätze. Zusammenfassend lässt sich aber sagen: Um so mehr Datenträger im Einsatz sind, umso geringer ist die Gefahr des Verlustes wichtiger Daten. Viele Datenträger können allerdings schnell ins Geld gehen – zumindest wenn es sich um Festplatten handelt.
Oftmals aber passt alles Wichtige auf einen kleinen USB-Stick, der schon für 8 bis 15 Euro zu haben ist. Einmal 48 Euro für 6 USB-Sticks investiert, und schon können Sie ein paar ältere Datensicherungen zur Seite legen.
Reicht der Platz eines USB-Sticks nicht, so lässt sich vielleicht auch mehrgleisig fahren: Die umfangreiche Fotosammlung wird fortwährend auf eine (oder besser zwei) externe Festplatte(n) gesichert. Als zusätzliche Maßnahme legen Sie neue Fotos immer in einem besonderen Ordner ab. Hat dieser eine gewisse Größe erreicht, brennen Sie seinen Inhalt auf DVD.
Werden die Daten auf den Festplatten z.b. durch einen Virus beschädigt, so können Sie immer noch auf die Sicherungen auf DVD zurückgreifen. Zur Warnung: Auch eine DVD kann verkratzen oder einfach mit der Zeit nicht mehr lesbar sein. Mehrfache Sicherungen anzulegen ist fast immer eine sehr gute Idee.
Ausführliche Informationen über verschiedene Backup-Methoden finden Sie z.b. auch in diesem Artikel.
In einem bald folgenden Artikel werden wir Ihnen eine Möglichkeit vorstellen, wie Sie mit wenig Aufwand unter Windows ein kostengünstiges Backup einrichten.

