Leben in der Wolke

Aktualisiert am 6. September 2011

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“Die Wolke” (engl: cloud) wird mehr und mehr zum geflügelten Wort bei allen, die sich regelmäßig im Internet bewegen. Nur, was heisst das eigentlich? Wofür steht “die Wolke”, welche Dienste sind damit gemeint und was kann man im Internet-Alltag Sinnvolles damit anfangen?

„Die Cloud“, meist symbolisiert durch ein Wolken-Symbol, steht im weitesten Sinne für die Möglichkeit, Daten im Internet auszulagern bzw. zu speichern und auch zwischen verschiedenen Geräten zu synchronisieren. Dies kann beispielsweise aus Sicherheitsgründen geschehen, um lokal gespeicherte Daten als Sicherungskopie (Backup) auf einem Rechner im Internet (Server) zu speichern. Die Speicherung im Netz bietet nicht nur Firmen sondern auch Privatanwendern ein hohes Maß an Flexibilität. Mittlerweile gibt es Nutzer, die ihren gesamten Datenbestand als Backup im Netz speichern. Eine Vielzahl von Start-Ups und Dienstleistern hat sich im Netz um das Thema “Cloud” gebildet, die eine große Bandbreite an Diensten anbieten und um die Gunst der Netzgemeinde buhlen. Am Ende des Artikels finden Sie eine Auswahl.

Die Dropbox – nützlich und kostenlos

Ein populärer Dienst, der dem Anwender kostenlos bis zu 2 GB Speicherplatz im Internet bietet, ist der amerikanische Anbieter Dropbox. Zusätzlicher Speicher kann, wie bei anderen Anbietern auch, gegen Gebühren hinzugebucht werden. Die Funktionsweise ist schnell erklärt: Zunächst installiert man die Dropbox-Software auf seinem Rechner (für Windows, MacOSX und Linux erhältlich) und erstellt sich nach dem Start des Programms einen kostenlosen Nutzeraccount. Die installierte Dropbox bietet dem Nutzer nun ein neues Verzeichnis auf der Festplatte. Alle in diesem Verzeichnis gespeicherten Dateien oder erstellten Unterverzeichnisse, werden über das Internet mit anderen, mit dem gleichen Nutzeraccount angemeldeten Computern synchronisiert. So können Sie beispielsweise komfortabel Dateien zwischen Ihrem Arbeits- und Privat-PC austauschen, ohne mit USB-Sticks oder CDs hantieren zu müssen. Außerdem ist es auch problemlos möglich, bestimmte Verzeichnisse mit anderen Dropbox-Nutzern zu teilen. So können Sie mit Freunden, Kunden oder Arbeitskollegen ein gemeinsames Dropbox-Verzeichnis zum Datenaustausch pflegen. Eine ausführliche und anschauliche Einführung zu Dropbox finden Sie auch auf der deutschsprachigen Website.

Die Synchronisierung geschieht bequem und automatisch im Hintergrund. Über die Dropbox können Sie auch Nicht-Dropbox-Nutzern Dateien über einen sogenannten Public-Link zur Verfügung stellen. Ein anderer Anwendungsfall wäre zum Beispiel, dass Sie mittags an Rechner A ein Dokument bearbeiten, es auf der Dropbox speichern um es am Abend an einem weiteren an die Dropbox angeschlossenen Rechner B weiter zu bearbeiten. So können Sie bequem über die Dropbox auf einen gemeinsam gepflegten Datenbestand zugreifen. Der Zugriff auf die Dropbox über einen ganz normalen Webbrowser von überall ist ebenfalls möglich. Hier können auch bereits gelöschte Dateien wieder hergestellt werden. Mittlerweile gibt es die Dropbox auch für Smartphones wie das iPhone oder auch Tablet-PCs wie das iPad.

Cloud Computing
Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/File:Cloud_computing.svg, Created by Sam Johnston using OminGroup’s OmniGraffle and Inkscape (includes Computer.svg by Sasa Stefanovic)

Die Sicherheit

Natürlich ist eine der ersten Fragen zu solchen Diensten, wie es mit der Sicherheit der eigenen Daten bestellt ist. Die meisten der Dienste sind mittlerweile schon über Jahre etabliert und erfreuen sich großer Beliebtheit. Öffentlich gewordene Datenpannen hielten sich bisher sehr in Grenzen. Dennoch sollte man ohne zusätzliche Verschlüsselung keinerlei sensiblen Daten über solche Dienste austauschen. Hierzu bieten sich z.B. verschlüsselte Datencontainer (z.B. Truecrypt) an. Trotz dieses Mankos sind die erwähnten Cloud-Dienste in vielen Situationen mehr als nützlich um Dateien außer Haus zu sichern oder mit einem anderen Rechner zu synchronisieren.

Zusammenfassung und Ausblick

Cloud-Computing umfasst natürlich viele weitere Dienste. Schon wenn Sie von verschiedenen Rechnern oder Smartphones auf Ihre E-Mail zugreifen (IMAP), nutzen Sie im weitesten Sinne einen Cloudservice. Die “Cloud” und die damit verbundenen Dienste sind unscharf gefasst und sind nicht eindeutig definiert. Gemeinsam haben aber die meisten, dass sie Ihre Daten im Netz für Sie bereit halten und/oder auf Wunsch mit Ihren verschiedenen Geräten synchronisieren. Alle Dienste und Möglichkeiten des Cloud-Computings hier aufzuführen würden Umfang und Sinn dieses Blog-Artikels sprengen. Hier sei auf die unten aufgeführten weiterführenden Links verwiesen.

Ich persönlich möchte die Annehmlichkeiten der “Wolke” nicht mehr missen. Auf Wunsch von überall per Smartphone z.B. auf meine Kontakte und Termine zugreifen zu können und auf dem Smartphone vorgenommene Änderungen abends automatisch ohne mein Zutun auf meinem Arbeitsrechner bereits abgeändert vorzufinden, ist sehr angenehm und spart eine Menge Zeit.

Für alle, die sich nicht im Windows- sondern im Apple-Universum bewegen, wird es im Herbst interessant. Dann wird der bisher kostenpflichtige Cloud-Dienst MobileMe unter dem Namen iCloud kostenlos. Dieser ist speziell auf Apple-Rechner und Geräte (iPhone, iPad) zugeschnitten.

In gewisser Weise wird dieser Blog-Artikel eine Fortsetzung erfahren, da eines der nächsten Themen u.a. die verschiedenen Google-Dienste näher beleuchten wird. Wenn Sie weitere Fragen oder ergänzende Informationen haben, freuen wir uns über Ihre Kommentare.

Weiterführende Links:
Dropbox, sehr vebreitet (2 GB kostenlos)
SugarSync (5 GB kostenlos)
Wuala, wirbt mit besonderer Sicherheit (1 GB kostenlos)

Cloud Computing in der Wikipedia
Schwerpunkt Cloud Computing in der Computerwoche

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