Backup schnell und kostengünstig – Teil II
Aktualisiert am 14. Mai 2012
Wie schon im ersten Teil angekündigt, wollen Ihnen eine Möglichkeit vorstellen, wie Sie kostengünstig und ohne viel Aufwand unter Windows ein Backup einrichten können. Eine Einschränkung müssen wir hier jedoch zugleich vornehmen: Hier geht es um ein Backup Ihrer alltäglichen Arbeitsdaten und nicht um das Backup Ihrer Windows-Installation. Für die Umsetzung unserer Lösung sind gewisse Windows-Grundkenntnisse nötig.
Was soll gesichert werden
Zunächst sollten Sie sich darüber im Klaren sein, in welchen Ordnern im Dateisystem die zu sichernden Daten abgelegt sind. Wir gehen hier davon aus, dass sich alle zu sichernden Dateien in einem gemeinsamen Ordner (mit Unterordnern) befinden. Falls das bei Ihnen anders ist, sollten Sie die Ablage Ihrer Dateien nach Möglichkeit umorganisieren. Sie können zwar auch einzelne Ordner zur Sicherung auswählen, aber ein gemeinsamer Ordner macht die Einrichtung der Datensicherung einfacher und gerade langfristig auch weniger fehleranfällig.
Worauf soll gesichert werden
Wenn das geklärt ist, wählen Sie bitte den entsprechenden Ordner im Windows Explorer aus und klicken mit der rechten Maustaste auf “Eigenschaften”. Hier interessiert und die Größe der Dateien in diesem Ordner, die dort angezeigt wird: Steht dort ein Wert von z.B. 900 MB oder 7 GB, ist alles im grünen Bereich, und wir können USB-Sticks für die Datensicherung benutzen. Ab 16 GB und aufwärts werden so langsam auch externe USB-Festplatten interessant.
Wie oft soll gesichert werden
Ein 8 GB USB-Stick ist derzeit für unter 10 Euro zu haben. Ein 16 GB USB-Stick kostet zwischen 10 und 20 Euro. Wie schon in Teil I angesprochen, sollten Sie mehrere Backup-Medien für Ihre Datensicherung im Wechsel bereithalten. Wenn Sie weniger als 8 GB zu sichern haben, fällt die Entscheidung relativ einfach. Die Anschaffung von z.B. sechs USB-Sticks schlagen dann mit vielleicht 60 Euro zu Buche. Sollten Sie andererseits mehrere hundert Gigabyte interner Firmendaten zu sichern haben, dürften mehrere externe USB-Festplatten, das Stück vielleicht für 70 Euro, im Verhältnis zu der damit erkaufen Sicherheit, auch nicht sonderlich ins Gewicht fallen. An dieser Stelle müssen Sie, ggf. anhand der Informationen, die wir Ihnen in Teil I gegeben haben, selbst entscheiden, wie oft Sie eine Datensicherung durchführen wollen, und wie lange Sie die Sicherheitsmedien aufbewahren.
Wann soll gesichert werden?
Wir wollen bei der Datensicherung so vorgehen, dass Sie diese nur einmal einrichten müssen. Ab dann müssen Sie nur noch die Sicherungsmedien (USB-Sticks oder -Festplatten) auswechseln. Der Rest geht automatisch. Das muss zu einer Uhrzeit geschehen, während der Ihr PC auch regelmäßig angeschaltet ist.
Die Einrichtung
Als Software für das Backup haben wir die Freeware-Version von SyncBack ausgewählt. Die Software bietet auch in dieser abgespeckten Version reichhaltig Funktionen und ist recht einfach zu handhaben. Klicken Sie auf der verlinkten Seite bitte bei “SyncBackup Freeware” auf “Download”. Auf der nächsten Seite können Sie dann die Software herunterladen und hierzu ggf. auch die deutsche Programmversion auswählen.
Nachdem Sie die heruntergeladene Datei entpackt haben, können Sie die Installation mit einem Klick auf SyncBackup_Setup_DE.exe starten. Am Ende der Installation werden Sie gefragt, ob sie ein Profil erstellen möchten. Klicken Sie hier bitte auf “Ja”.
Als Art des Profils wählen wir im Folgenden “Sicherung” aus und geben daraufhin dem Profil einen Namen, z.B. “Arbeitsdaten”. Spätestens jetzt sollten Sie auch Ihren USB-Stick oder Ihre USB-Festplatte, die Sie als Sicherungsmedium verwenden, angeschlossen haben.

Im nächsten Fenster müssen wir als “Quelle” noch das Verzeichnis auswählen, das gesichert werden soll. Als “Ziel” wählen wir den Laufwerksbuchstaben unseres USB-Sticks oder der USB-Festplatte, auf dem/der die Sicherung landen soll.
In diesem Fenster sehen Sie auch mehrere Tabs, in welchen Sie weitere Einstellungen vornehmen können. Damit müssen Sie sich aber nur beschäftigen, wenn Sie z.B. einzelne Ordner (mit z.B. Video-Dateien) von der Datensicherung ausschließen wollen. Um ganz auf Nummer Sicher zu gehen, können Sie auch unter “kopieren/löschen” die Option “kopierte Dateien verifizieren” anklicken. Diese Option veranlasst eine Überprüfung der gesicherten Daten. Das verlangsamt die Datensicherung allerdings deutlich.
Eine Zusammenfassung der Einstellungen (“Beschreibung des Profils”) gibt es im unteren Teil des Fensters. Wenn Sie wie beschrieben vorgegangen sind, müssen Sie an diesen Einstellungen nichts verändern, so dass Sie diese mit “ok” bestätigen können.
Nun öffnet sich ein Fenster mit einer Übersicht aller angelegten Profile (wir haben hier nur ein einziges), und die Datensicherung wird gestartet. Das kann je nach Umfang Ihrer Daten auch schon mal eine Stunde dauern. Nach Fertigstellung des Backups sollten Sie unter Status einen Eintrag “Testlauf erfolgreich” sehen. Zugleich sollte sich auf Ihrem USB-Datenträger eine exakte Kopie des zu sichernden Ordners befinden – dies ist Ihr Backup, aus dem Sie später nach Belieben einzelne Dateien zurück kopieren können.
Nun fehlt nur noch, dass der Sicherungsvorgang automatisch ausgeführt wird. Hierzu klicken Sie zunächst mit der Maus auf die Zeile mit dem Profil, um es auszuwählen. Danach klicken Sie im unteren Bereich des Fensters auf “Zeitplan”. Die Frage, ob ein Zeitplan erstellt werden soll, beantworten Sie mit “Ja”.
Im nächsten Fenster müssen Sie ggf. das Kennwort Ihrer Windows-Installation eingeben. Andernfalls kann die Datensicherung nicht automatisch gestartet werden. Im Tab “Zeitplan” können Sie festlegen, zu welchen Zeiten das Backup automatisch ausgeführt werden soll.
Wenn Sie alle Einstellungen vorgenommen haben, bestätigen sie diese bitte wieder mit “ok”. In der Übersicht sollte bei Ihrem Backup-Profil nun ein Zeitpunkt für die “nächste Ausführung”
angegeben sein. Hier können Sie auch weitere Profile hinzufügen, um z.B. auch andere Ordner auf anderen Laufwerksbuchstaben in die Datensicherung mit einzubeziehen.
Nun müssen Sie nur noch täglich den USB-Stick austauschen. Hierzu versehen Sie Ihre USB-Sticks (oder Festplatten) am besten mit Nummern, und wechseln diese für die Datensicherung der Reihe nach durch. Wenn Sie nach ein paar Tage oder Wochen beim letzten USB-Datenträger angelangt sind, fangen Sie einfach wieder von vorne an. Ab und an sollten Sie dabei ein Sicherungsmedium zur Langzeitarchivierung beiseite legen. Oder Sie entscheiden sich gleich für eine Vielzahl von Sicherungsmedien mit einer aufwändigen Backup-Rotation…
Auf jeden Fall sollten Sie gerade in den ersten Tagen prüfen, ob auf den Backupmedien auch wirklich die zu sichernden Daten geschrieben wurden. Aber auch später sollten Sie von Zeit zu Zeit einen Blick darauf werden.
Falls Sie zu der hier beschriebenen Lösung Fragen haben, stellen Sie diese einfach in den Kommentaren zu diesem Artikel.
Eine Alternative zu dieser beschriebenen Backup-Methode bietet die Windows Freeware Personal Backup, die in diesem Artikel näher beschrieben wird.




